24.03.2015

Siebenwurst entwickelt sich durch Großinvestitionen zum internationalen Player

Modell- und Formenbauer strebt 100 Millionen Umsatz für Unternehmensgruppe an

Mit der Fertigstellung einer neuen Montagehalle finden die umfangreichen Um- und Neubaumaßnahmen am Stammsitz der Christian Karl Siebenwurst Modell- und Formenbau GmbH & Co. KG ihren vorläufigen Abschluss - und damit zugleich die umfangreichsten Investitionen zur Erweiterung der Kapazitäten in den vergangenen 15 Jahren. Der Systemlieferant und Lokalisierungsspezialist für die Autoindustrie aus dem oberpfälzischen Dietfurt hat dabei nicht nur die Prozessoptimierung im Blick: Auch durch die Ausrichtung auf die Fertigung von Großwerkzeugen und großen Paketumfängen peilt Siebenwurst mittelfristig einen Jahresumsatz von 100 Millionen Euro an.

Seit 2013 hat Siebenwurst rund zehn Millionen Euro in Baumaßnahmen, Werkzeugmaschinen und Optimierung der Prozesse investiert. Im Fokus stand die Erweiterung der Montagehalle im Formenbau. Daneben entstanden unter anderem ein weiterer Anbau für den Modellbau und eine neue Lackiererei, durch die die Fertigungsprozesse nun weitestgehend durchgängig ablaufen. Außerdem wurden die technischen Büros und die Außenanlagen saniert und eine neue Zufahrt gebaut. Der Neubau folgt dem bereits 1990 erstellten Masterplan für den Formenbau und schließt eine Baulücke auf dem Betriebsgelände. Mit 58 Metern Länge, 34 Metern Breite und 13 Metern Höhe passt sie sich in den Bestand ein und vergrößert die Produktionsfläche um rund 2.500 m². Zwei Giebelwände der angrenzenden Halle sowie eine Hallenquerwand wurden für eine neue Kranbahn durchbrochen. Damit kann der Deckenkran den gesamten Hallenkomplex mit Lasten von bis zu 80 Tonnen befahren. Anbauten bieten zusätzlichen Platz für vier Teambüros, Lagerflächen und Werkstätten.

Die neue Halle ermöglicht es, die Montagegruppen nach Kunden und Produktspezialisierung zusammenzulegen und so Prozesse zu optimieren. Ende Januar zog die erste Montagegruppe in den neuen Hallenabschnitt. Eng damit verknüpft ist die neue Arbeitsplatzgestaltung nach dem 5S-Prinzip: Sie trägt zu störungsfreien Arbeitsabläufen bei und vermeidet unnötige Wartezeiten und Wege.

Im Zuge des Hallenneubaus entwickelte Siebenwurst ein neues Lager- und Logistikkonzept. Dafür soll als Nächstes ein neues Logistikzentrum mit Lkw-Zufahrt in die Halle und einer Laderampe für Kleinlaster errichtet werden. Die Logistikabteilung erhält einen Büroanbau mit direktem Zugang von außen für Lieferanten. Durch Vorkommissionierung stehen künftig alle Bauteile termin- und qualitätsgerecht zum Montagestart bereit.

Große Ziele

Eine bessere Wettbewerbsfähigkeit und die Reduktion der Durchlaufzeit beim Bau von Formen und Werkzeugen sind nur zwei Ziele dieser Maßnahmen. Die neu geschaffenen Kapazitäten sollen zu einer konsequenten Ausrichtung auf die Fertigung von Großwerkzeugen und großen Paketumfängen ebenso beitragen wie zum Erreichen der mittelfristigen Ziele der Siebenwurst-Unternehmen. Hier sind ein Umsatz von 100 Millionen Euro und der Ausbau auf 1.000 Mitarbeiter weltweit geplant.

Siebenwurst hat sich in den vergangenen Jahren international zu einem angesehen Lokalisierungsspezialisten für die Automobilindustrie in den Bereichen Produktentwicklung, Tooltracking, Consulting, Service und Arbeitnehmerüberlassung entwickelt. Dabei strebt Siebenwurst eine globale Präsenz in allen Zielmärkten der mit Siebenwurst zusammenarbeitenden deutschen Automotive-OEMs an, um ein weltweites Netz von Kooperationspartnern aufzubauen. Nach Standorten in China ist Siebenwurst seit September 2014 auch im mexikanischen Querétaro vertreten und unterstützt dort deutsche Unternehmen, die für den nordamerikanischen Markt produzieren.

Über die Christian Karl Siebenwurst Modell- und Formenbau GmbH & Co. KG:

Die Christian Karl Siebenwurst GmbH & Co. KG produziert Druckguss- und Spritzgusswerkzeuge für 3D-Formteile aus Aluminium und Kunststoff einschließlich Komplettlösungen für Sonderverfahren zur Herstellung großflächiger Bauteile – mit besonderem Fokus auf Leichtbau-Lösungen. Als Systemlieferant für namhafte Unternehmen aus der Automobilindustrie betreut Siebenwurst seine Kunden vom Designmodell bis zur Serienproduktion. Ein institutionalisiertes Prozessmanagement optimiert alle Abläufe mit dem Ziel der Standardisierung. In Forschung und Entwicklung arbeitet Siebenwurst im Bereich Leichtbau mit mehreren Universitäten (KIT Karlsruhe, FAU Erlangen-Nürnberg, TU Dresden, RWTH Aachen, TU Kaiserslautern) bei Entwicklung und Verfahrenstechnologie für neue Mobilitätskonzepte zusammen. Das Engagement für Prozessoptimierung und innovative Technologien wird auch von den Juroren nationaler Fachwettbewerbe als preiswürdig bewertet: Siebenwurst führt die Auszeichnungen „Werkzeugbauer des Jahres 2009“ (externer Werkzeugbau über 100 Mitarbeiter), „Werkzeugbauer des Jahres 2012“ (externer Werkzeugbau über 50 Mitarbeiter) und „Top 100 – Innovator 2010“. Neben den zentralen Produktionsstandorten am Stammsitz in Dietfurt im Altmühltal sowie in Zwickau (Umformtechnik) und Stein bei Nürnberg verfügt das Unternehmen über Standorte für Service und Entwicklung in Dillenburg, München, Eisenach, Lomianki (Polen), Shanghai, Shenyang (China) sowie Querétaro (Mexiko) und South Carolina (USA). Im Jahr 2014 erwirtschafteten die Siebenwurst-Unternehmen mit 700 Mitarbeitern einen Umsatz von 76 Millionen Euro.

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